Hallo Leute,
ich konnte nun endlich mal meinen inneren Schweinehund besiegen und mich durchringen ein bisschen was über meine Erfahrungen aus den ersten Boswellia Sacra Anzuchtversuchen zu berichten.
1. Versuch
Beim ersten Versuch hatte ich 40 Samen und hab mich dabei an die hier hier beschriebene paper-towel-method gehalten. Die Samen habe ich zunächst eine Nacht in zimmerwarmen, mit etwas Baldrianblütenextrakt versehenem Wasser vorquellen lassen und anschließend auf 5 Frischhaltebeutel verteilt, welche dann in mein Zimmergewächshaus gewandert sind. Nach knapp 3 Wochen hatte sich in einem Beutel auch etwas getan und 2 Samen waren gekeimt, wobei einer der beiden Samen gerade erst aufgebrochen war und ich ihn noch etwas im Beutel lassen wollte. Den 1. Keim habe ich in ein Töpfen mit Kalkstein gepflanzt und jeden Tag regelmäßig mit Wasser besprüht. Nach ein paar Tagen musste ich beim 2. Keim leider feststellen, dass er im Beutel bereits so groß geworden war, dass er gebrochen ist. Nichtsdestotrotz konnte ich in der darauffolgenden Woche im selben Beutel 3 weitere Keimlinge bewundern, die ich mit zum 1. gepflanzt habe. Leider blieb im Laufe der nächsten Wochen von den 4 Sämlingen nur einer am Leben. Ich kann als Ursache hierfür nur vermuten, dass sie den simaplant Anzuchtdünger, den ich ein einziges Mal im Wasser hatte nicht vertragen haben. Bis dahin hatte ich dem Wasser immer nur lediglich Baldrianblütenextrakt hinzugefügt.
Der erste Sämling hat dann von Anfang Juli 2011 bis jetzt auch tatsächlich überlebt, wobei ich jedoch trotzdem nicht weiß, ob er den Wintern übersteht, da er trotz Pflanzenlampe sämtliche Blätter verloren hat. Aber der einigermaßen kräftige Stamm macht mir noch Hoffnung.
Bilanz: von 40 Samen 5 Samen gekeimt; Keimort: Frischhaltebeutel mit feuchten Küchenpapier und Kalkstein. Kurioserweise befanden sich alle gekeimten Samen im selben Beutel
2. Versuch
Mein 2. Versuch bestand aus 100 Samen, die ich ursprünglich nach der gleichen Methode keimen lassen wollte. Ich hatte jedoch zunächst nicht genug Platz für die vielen Samen und gab sie zunächst wieder zusammen in zimmerwarmes Wasser mit Baldrianblütenextrakt. Interessanterweise konnte ich bereits nach 2 Tagen 2 gekeimte Samen im Wasser bewundern. Innerhalb der nächsten Tage erhöhte sich die Zahl der im Wasser gekeimten Samen auf 10. Aus mangelnder Erfahrung tat in die eingeplanzten Samen diesmal im Gegensatz zum letzten Mal in mein Zimmergewächshaus, wo sie dann alle eingingen. Brutale Lehre fürs nächste Mal. Die übrigen Samen hab ich aufgeteilt und zum Großteil direkt in ein Gefäß mit Kalkstein gegeben. Der Rest wanderte in Beuteln ins Gewächshaus. Entwickelt hat sich jedoch kein einziger weiterer Keim.
Bilanz: von 100 Samen 10 gekeimt; Keimort: Wasser mit Baldrianblütenextrakt
Soviel erstmal von mir. Mal sehen, was sich im neuen Jahr tut. Vielleicht hat noch jemand ein paar gute Tipps zur Überwinterung.