Das kam jetzt genau zur rechten Zeit. Habe heute Ampel gekauft und morgen kommt die Pflanze. Dann weiß ich ja gleich die Substratmischung. Nehme dann mein Standart-Sukkulentensubstrat. Kakteenerde (hier vielleicht etwas mehr), Bimskies, Lavagranulat.
Hallo Bettina und Franz, Nein, in meinen Augen ist die Blüte gelb! Genau wie die im BoGa Heidelberg, die dort ja auch etwas genauer als Brighamia insignis f. citrina beschrieben wird. Nur die Art rockii hat weiße Blüten. Ich gehe inzwischen eigentlich davon aus, daß die ausserhalb Hawaiis vermehrten Pflanzen nicht von rockii abstammen und somit auf die oben genannte gelbblühende insignis f. citrina-Form zurückgehen. Ich habe gestern eine längere E-Mail an den BoGa Heidelberg geschrieben mit Fragen auch bezüglich des Ursprungs der Brighamia-Pflanzen die ausserhalb Hawaiis in Botanischen Gärten, wie auch im Handel, gezogen werden. Sollte ich eine Antwort erhalten, werde ich berichten.
Super Link und mit Gast-Login kommt man sogar in die Datenbank (gleich zu den Favoriten!). Das macht die Angelegenheit schon etwas klarer. Hier wird sie ja genauer als Brighamia insignis f. citrina beschrieben. Also dürfte sie schon mal nichts mit der 'rockii' zu tun haben (quasi andere Insel). Könnte mir aber durchaus vorstellen, daß sie "Artenreiner" sind, als die im Handel erhältlichen. Diese werden dort ja meist als Brighamia insignis ‘Kirsten’ angeboten, sind also eventuell auch bereits eine Art Zuchtform. Bevor sie von der holländischen Gärtnerei zum Verkauf gezogen wurden, sind meines Wissens nach, die ersten Samen an Botanische Gärten gegangen, da sie eben am Naturstandort stark bedroht ist. Erst nachdem sie unter diesen in ausreichender Zahl vermehrt worden waren, bekam diese Gärtnerei Saamen zur kommerziellen Nutzung. Das würde ja auch zu deiner Info Brest / Heidelberg passen.
Also noch mal danke für deinen Einsatz Bettina Ist natürlich schwer, anhand der Aussaage fest zu machen, was BoGa Bochum und BoGa Heidelberg nun tatsächlich haben. Ich vermute, daß es sich letztlich um die gleichen kultivierten 'insignis' handelt, die wir auch haben. Wie ich schon geschrieben habe sind ja momentan alle ursprünglich getrennt beschriebenen Arten zu 'insignis' zusammengefasst worden, wobei sich eben rockii genetisch doch von allen anderen unterscheiden soll. Auf dieser Seite werden die beiden Arten getrennt beschrieben. Mit zumindest einem klar sichtbaren Unterschied, insignis hat gelbe, rockii weiße Blüten. Schaut euch mal bei beiden das Profil an. Was die insignis betrifft, hat er mit dem "Schwedischen Möbelhaus" natürlich völlig recht. Zur Zeit gibt es fast kein Gartencenter und keinen Baumarkt der sie nicht anbietet. Der holländische Zuchtbetrieb (Link) spuckt die in Massen aus.
Hallo Bettina, falls du in Erfahrung bringst daß man die rockii in irgend einer Form (Samen, Pflanze) käuflich erwerben kann, wäre ich auch sehr interessiert. Falls es keine Umstände macht! Ich habe es bereits über die Anzuchtsgärtnerei der insignis per E-Mail probiert, aber leider keine Antwort erhalten.
Apropos der Brighamia Arten hab ich gerade das Buch "Sukkulenten" von Urs Eggli vor mir. Er schreibt dazu folgendes: Nur eine einzige Art (Einige Bearbeitungen erkennen mehrere Arten an): B. insignis (inkl. B. ctrina, B. citrina var. napaliensis, B. remyi, B. rockii, B.rockii fo. longiloba). Inselendemit, nur wenige Populationen auf insgesamt 5 der Inseln Hawaiis. Und am Ende: Gemäß neueren Studien scheint B. rockii sich genetisch beträchtlich von B. insignis im strikten Sinn zu unterscheiden und sollte vielleicht als eigenständige Art anerkannt werden.
@ Franz: Endlich sehe ich deine auch mal. Schöne Pflanze. Interessant, daß sich deine so der Sonne entgegenneigt. Bei mir steht sie ja auch auf der Fensterbank, macht dies aber nicht. Entweder weil ich sie öfters drehe oder weil ich noch den Balkon davor habe. Am Natustandort sehen sie allerdings häufiger aus wie deine, zumindest auf Fotos die ich gesehen habe, da sie dort scheinbar häufig an Abhängen wächst.
Hallo Günter, noch jemand der sich mit der Brighamia beschäftigt. Sehr schön! Wenn du das Thema hier durchgelesen hast, weißt du ja schon soweit bescheid, wie es bei mir bis jetzt gelaufen ist. Die Samen im Substrat der Mutterpflanze haben am besten gekeimt, hatten dann allerdings das Problem mit dem sehr groben Substrat. Hab dann einige pikiert. Entwickeln sich aber recht langsam. Wäre schön von dir zu hören, wie es bei deinen läuft. Das Substart, in dem ich die Brighamia gekauft habe, fand ich nicht so ideal. Hab ein stark mit mineralischen Zuschlagstoffen und torffreier Kakteenerde gemischtes genommen. Gruß Jürgen
Sieht so aus, als wären wir gleichzeitig online ... Nein, Zusatzbeleuchtung läßt sich dort wo sie steht, auch Fensterbank, schlecht anbringen. Gegen das schräge Wachstum drehe ich meine so alle zwei Tage um ein paar Grad. Das funktioniert bei meinen "Madargaskarpalmen" auch ganz gut und die wachsen extrem schnell. So ... nun an die Arbeit! Gruß Jürgen
Mit dem schubweisen Wachstum kann ich dir voll zustimmen. Nach dem Kauf bildete sie permanent neue Blätter, während der Blüte weniger, da brauchte sie ihre Kräfte ja wohl auch dafür. Nach der Blüte war eine Zeit lang Ruhe und jetzt schiebt sie wieder kräftig nach. Begeistert bin ich auch davon, daß sie bisher nur ein gelbes Blatt bekommen und verloren hat - gleich nach dem Kauf (wohl Streß der Umstellung oder auch das neue Substrat). Also denk ich mal fühlt sie sich soweit recht wohl. Düngen tu ich sie übrigens alle zwei Wochen mit einem, meiner Meinung nach, recht guten Sukkulenten und Kakteendünger in halber Konzentration. Den hat mir mal, nach einer persönlichen Kontaktaufnahme ein Züchter geschickt, der ihn selber herstellt. War in irgend einem Forum auf recht zufriedene Benutzer des Düngers gestoßen. Er hatte auch mal einen Online-Shop, hatte diesen aber bereits aufgegeben. Fand dann aber seine E-Mail-Adresse heraus und er schickte mir einen 5l Kanister. Bei dem Verbrauch für Sukkulenten, hält der Jahrzehnte!
Sukural Kakteen-Spezial-Flüssig-Dünger (S. Schaurig) NPK-Dünger flüssig 6-20-28. 6% Stickstoff, 20% Phosphor, 28% Kali, 2% Magan und weitere Spurenelemente wie Bor, Kupfer, Eisen, Molybdän, Zink, Brom, Vanadium, Germanium und Vitamine wie B1, B2, B6 und B12. Der Dünger hat sehr wenig N aber sehr viel K und Ph sowie über 15 Spurenelemente.
Die Aussaat hab ich inzwischen aus dem Plastikbeutel geholt, Sämlinge sind zwar noch klein, aber sehen ansonsten nicht schlecht aus ... mal abwarten!
Nicht viel ... Zumindest konnte ich einige Keimlinge aus dem groben Substrat erfolgreich in Anzuchtstöpfe umsetzen und die Samen die ich in Anzuchtstöpfen in verschlossene Plastiktbeutel gestellt hab, sind teilweise gekeimt. Allerdings, verglichen mit meinen anderen Aussaaten, wachsen sie recht langsam. Die "Mutterpflanze" hat dagegen gerade wieder einen kräftigen Wachstumsschub.
Gut ... Besten Dank für eure Hilfe. Dann werd ich das mal so machen. Hoffe sie entwickeln sich gut und bekommen mit den Jahren diesen unglaublichen Caudex. Jürgen
Hallo, hab mal eine Frage zu meinen beide D. elephantipes. Eine hatte ich hier ja schon unter "Schnäppchen" gezeigt. Ist jetzt noch eine zweite dazugekommen. Haben einen Caudex-Durchmesser von ca. 4cm. Da beide gerade ziemlich Blätter austreiben, sind sie wohl momentan in der Vegetationsphase. Werden also gegossen ... natürlich nicht ersoffen! Aber wie sieht es bei Dioscorea mit Düngen aus? Kakteen- Sukkulentendünger? Und wie oft und in welcher Konzentration? Gruß Jürgen
Wieder eine Menge Infos von Dir - Danke! Mit dem Wasser hast du sicher recht, bin mir, ohne genaue Werte zu kennen, ziemlich sicher, daß das Münchner Wasser ziemlich kalkhaltig ist. Davon, daß insignis und rockii zwei Arten sind, war ich bisher ohnehin ausgegangen. Habe das Buch "Sukkulenten" von Urs Eggli, dort sind sie auch als eigene Arten beschrieben, die auf unterschiedlichen Inseln beheimatet sind (rockii - weiß blühend, insignis - gelb blühend). Dazu noch der Hinweis, daß insignis bisher die einzige ist, die kommerziell genutzt wird. Bin zur Zeit nicht Zuhause, kann das Buch daher nicht zur Hand nehmen, aber ich meine es ist dort noch von einer dritten Art die Rede, die zwischenzeitlich allerdings nicht mehr als eigene Art geführt wird. Wenn ich wieder Zuhause bin schlag ich's nach. Ja, wir sind wohl die Einzigen ... schon komisch! Also ich finde sie ausgesprochen interessant. Und sie entwickelt sich wirklich prächtig und hat bisher keine Probleme gemacht. Mir ist gerade aufgefallen, daß ich die Pflanze selber noch gar nicht gezeigt habe, mit Ausnahme des Saamenstandes. Also mal drei Fotos 14.09.11 (nach Kauf), 4.11.11 (Blüte), 24.1.12 (Aktuell) - ich finde für vier Monate eine schöne Entwicklung.
Ja, mir steht leider nur Leitungswasser zur Verfügung, schaue zumindest immer, daß ich es möglichst immer ein paar Tage stehen lasse. Behalte meine Aussaaten immer im Auge, mit Schimmel, Fliegen oder sonstigem, hatte ich bisher noch keine Probleme. Zwei Dinge mache ich diesbezüglich vorbeugend immer. Substrat wird in der Mikrowelle sterilisiert und im Gießwasser ist meistens Schachtelhalmextrakt. Ob's nun bisher nur Glück war, oder an der Behandlung liegt, ist schwer zu sagen.
Hallo Franz, also einen kleinen Ansatz von Erfolg kann ich vermelden. Die pikierten Sämlinge, die ich in feineres mineralisches Substrat versetzt und im Plastikbeutel unter Zusatzlicht warm gestellt habe, sind offensichtlich gut angewachsen und machen einen kräftigen Eindruck. Werde mit den Sämlingen die noch in der Schale der Mutterpflanze auftauchen erst mal genauso verfahren.
Hallo Franz, auf die Idee mit der Folie über die Schale der Mutterpflanze ist eine super Idee. Das Problem ist momentan einfach, daß trotz besprühen, die oberste sehr grob mineralische Schicht (Lava-Granulat) einfach keine Feuchtigkeit hält und ich natürlich auf der anderen Seite die Mutterpflanze nicht ersäufen möchte. Für die Keimung scheinen ja wohl entweder das knappere Licht, die niedrigeren Themperaturen oder beides hilfreich zu sein. Das Lichtknappheit allerdings für die Weiterentwicklung der Keimlinge hilfreich sein soll, kann ich mir nicht vorstellen. Daher habe ich die pikierten Keimlinge zwar bei nicht zu hohen Themperaturen aber doch mit Zusatzlicht gestellt. Ich halt dich über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden. Hab mal ein Bild von den Keimlingen in der Schale der Mutterpflanze angehängt. Bis zu der Größe schaffen sie es, vertrocknen dann aber sehr schnell wenn ich nicht sofort mit der Sprühflasche komme.
1. 20.12. - Frisch geernteten Samen in Kokohum ausgesäht (ca. 40 Körner, weitere nicht gesäht) - ZGH mit Zusatzbeleuchtung - bis heute (22.01.) keine Keimung.
2. 20.12. - Bei der Ernte einiges an Samen ins Substrat der Mutterpflanze gefallen. Seit dem 13.01. keimt es dort eigentlich täglich. Problem ist, daß die Keimlinge in dem groben Substrat schnell vertrocknen. Daher ...
3. 20.01. - Einige Keimlinge aus der Schale der Mutterpflanze entnommen und in stark mineralisches, aber feineres, Substrat in Anzuchtstopf versetzt (ausserdem weiteren Samen gesät). Beide Anzuchtstöpfe in Wasser/Schachtelhalmextrakt-Lösung angestaut und nach Fleischermethode in Plastikbeutel.
Wie weit sie es jetzt zum Keimen eher hell, dunkel, warm oder kühl brauchen ... bin ich mir noch nicht so sicher!
Hallo Bettina, danke für deine Antwort. Inzwischen ist der zweite Samen gekeimt und das jeweils einzelne Blatt wächts zusehends, in Größe und Höhe. Hoffe es geht so weiter! Demnächst möchte ich mir noch Samen von Dioscorea elephantipes und meinem Favoriten Dioscorea mexicana besorgen.